Makaronilaatikko – finnischer Nudelauflauf

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Es gibt Gerichte in der finnischen Küche, die sich mir nicht erschließen. Dazu zählt definitiv makaronilaatikko – also das, was man in Finnland unter Nudelauflauf versteht. Schon beim Lesen der Zutatenliste wurde ich das Gefühl nicht los, dass mir dabei etwas fehlte. Auch bei der Zubereitung selbst gab es mehrfach Momente, in denen ich mich fragte, warum in aller Welt wir das auf diese Weise kochten, wie wir es gerade taten.

Wenn ich den Erzählungen meines Partners Glauben schenken kann, ist makaronilaatikko eines der beliebtesten Gerichte in Finnland und steht regelmäßig auf den Speiseplänen der Schulkantinen. Tatsächlich habe ich mittlerweile mehrfach Artikel im Internet gelesen, die die Beliebtheit dieses Klassikers bestätigen. Als Risto eines Tages Appetit darauf verspürte, beschlossen wir also, diesen Typ Nudelauflauf nachzukochen.

Die Zubereitung war denkbar einfach. Zum einen wurden Nudeln (400 g) nach Packungsanleitung gekocht. Zum anderen wurden eine gewürfelte Zwiebel und eine Packung Hackfleisch in der Pfanne angebraten und mit Salz und weißem Pfeffer gewürzt. Wir waren bei unserem Versuch sogar so verwegen, zusätzlich Curry- und Paprikapulver zu verwenden, weil uns die Originalrezepte häufig zu fad sind. Als dritte Komponente für den Auflauf wurden drei Eier mit 700 mL Milch verquirlt.

Schritt 1: Zwiebel und Hack anbraten.

 

Das Kochwasser wurde abgegossen und die Nudeln in einer Auflaufform mit den gebratenen Zwiebeln und dem Hack vermengt. Anschließend wurde die Ei-Milch-Mischung gleichmäßig darüber gegeben.

Schritt 2: Gekochte Nudeln, Zwiebel-Hack sowie Ei-Milch-Mischung miteinander vermengen.

 

Der Auflauf kam bei 200 °C Ober- und Unterhitze für etwa eine Stunde (bzw. so lange, bis er eine goldbraune Farbe angenommen hatte) in den Ofen. In einigen Rezepten findet sich zudem der Hinweis, zwischendurch umzurühren, damit auch die untere Nudelschicht gebräunt wird.

Makaronilaatikko vor…

 

…und nach dem Backen.

 

Über den fertigen Auflauf gaben wir vor dem Verzehr noch einen ordentlichen Spritzer Tomatenketchup. Auch das ist durchaus üblich, wie mir berichtet wurde. So kann es vorkommen, dass auf dem Kantinenspeiseplan zu lesen ist: „Nudelauflauf mit Ketchup“. Meinen Geschmack hat es leider nicht ganz getroffen, aber umso besser für Risto, der sich die nächsten Tage lang daran satt essen konnte.

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